02595 Die ISO 56001 als Grundlage des Innovationsmanagements
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Ziel dieses Beitrags ist es darzulegen, wie die ISO 56001 Unternehmen dabei unterstützt, ein Innovationsmanagementsystem zu planen, umzusetzen, aufrechtzuerhalten und fortlaufend zu verbessern. Im Beitrag werden die Anforderungen dieser Norm erläutert. Arbeitshilfen: von: |
1 Anforderungsnorm für Innovationsmanagementsysteme
Angaben zur aktuellen Ausgabe
Die Norm trägt den Titel: DIN EN ISO 56001:2025-02 Innovationsmanagementsystem – Anforderungen. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist im Deutschen auch die Bezeichnung ISO 56001 üblich – so auch in diesem Werk. Die aktuelle Ausgabe der Norm liegt in deutscher Fassung und in englischer Übersetzung vor.
Die Norm trägt den Titel: DIN EN ISO 56001:2025-02 Innovationsmanagementsystem – Anforderungen. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist im Deutschen auch die Bezeichnung ISO 56001 üblich – so auch in diesem Werk. Die aktuelle Ausgabe der Norm liegt in deutscher Fassung und in englischer Übersetzung vor.
Zweck und Nutzen der Norm
Die ISO 56001 weist darauf hin, dass die Einführung eines Innovationsmanagementsystems im Unternehmen darauf abzielt, seine Innovationsleistung und die Fähigkeit zur Anpassung an Veränderungen zu verbessern. [1] Es besteht aus einer Reihe von zusammenhängenden und sich gegenseitig beeinflussenden Elementen, die darauf gerichtet sind, sowohl finanziellen als auch nicht finanziellen Wert zu schaffen. Durch die Anwendung der Norm erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die gewünschten Ergebnisse von Innovationsinitiativen erreicht werden. Die Anwendung der ISO 56001 bietet folgende Vorteile. [2]
Die ISO 56001 weist darauf hin, dass die Einführung eines Innovationsmanagementsystems im Unternehmen darauf abzielt, seine Innovationsleistung und die Fähigkeit zur Anpassung an Veränderungen zu verbessern. [1] Es besteht aus einer Reihe von zusammenhängenden und sich gegenseitig beeinflussenden Elementen, die darauf gerichtet sind, sowohl finanziellen als auch nicht finanziellen Wert zu schaffen. Durch die Anwendung der Norm erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die gewünschten Ergebnisse von Innovationsinitiativen erreicht werden. Die Anwendung der ISO 56001 bietet folgende Vorteile. [2]
| • | Durch die Integration von Kundenbedürfnissen und Markttrends in den Innovationsprozess bleibt das Unternehmen wettbewerbsfähig und kann besser auf Marktveränderungen reagieren. |
| • | Die Norm unterstützt das Unternehmen dabei, Innovationen effizienter zu managen, Ressourcen optimal zu nutzen und das Risiko von Fehlinvestitionen zu minimieren. |
| • | Sie fordert vom Unternehmen, Risiken systematisch zu identifizieren und zu managen, wodurch Innovationsfehlschläge reduziert und stabile Wachstumsprozesse gefördert werden. |
| • | Die ISO 56001 legt den Grundstein für eine innovationsfördernde Unternehmenskultur, die kreatives Denken anregt, die Motivation der Mitarbeiter erhöht und ihr Engagement in Innovationsprozessen nachhaltig stärkt. |
| • | Die Norm fördert durch die Verbesserung von Innovationsprozessen sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Nachhaltigkeit. |
| • | Die Standardisierung von Innovationsprozessen ermöglicht es dem Unternehmen, seine Innovationsfähigkeit langfristig aufrechtzuerhalten und beständig weiterzuentwickeln. |
Hinweis
Da die ISO 56001 als Zertifizierungsnorm anerkannt ist, hat Ihr Unternehmen die Möglichkeit, sein Innovationsmanagementsystem von einer unabhängigen akkreditierten Stelle zertifizieren zu lassen.
Struktur der Norm
Die ISO 56001 ist gemäß der Harmonized Structure (HS) gegliedert. Daher enthält sie zehn Hauptabschnitte und einen Anhang (s. Abschn. 9). Die Anforderungen an ein Innovationsmanagementsystem werden in den Hauptabschnitten 4 bis 10 aufgeführt. Auf diese wird in den folgenden Kapiteln näher eingegangen.
Die ISO 56001 ist gemäß der Harmonized Structure (HS) gegliedert. Daher enthält sie zehn Hauptabschnitte und einen Anhang (s. Abschn. 9). Die Anforderungen an ein Innovationsmanagementsystem werden in den Hauptabschnitten 4 bis 10 aufgeführt. Auf diese wird in den folgenden Kapiteln näher eingegangen.
Managementebenen
Gemäß ISO 56001 agiert ein Innovationsmanagementsystem sowohl auf der strategischen, als auch auf der taktischen und operativen Ebene. Abbildung 1 ordnet die Hauptabschnitte der Norm den Managementebenen zu und zeigt die Beziehungen auf.
Abb. 1: Managementebenen eines Innovationsmanagementsystems nach ISO 56001
Gemäß ISO 56001 agiert ein Innovationsmanagementsystem sowohl auf der strategischen, als auch auf der taktischen und operativen Ebene. Abbildung 1 ordnet die Hauptabschnitte der Norm den Managementebenen zu und zeigt die Beziehungen auf.
Zusammenhang zu anderen I.-Normen
Die ISO 56001 ist der Normenreihe ISO 56000 ff. zuzuordnen, die aus folgenden weiteren Normen besteht:
Die ISO 56001 ist der Normenreihe ISO 56000 ff. zuzuordnen, die aus folgenden weiteren Normen besteht:
| • | ISO 56000: Innovationsmanagement – Grundlagen und Begriffe, |
| • | ISO 56001: Innovationsmanagement – Anforderungen, |
| • | ISO 56002: Innovationsmanagement – Innovationsmanagementsystem – Leitfaden, |
| • | ISO 56003: Innovationsmanagement – Werkzeuge und Methoden für Innovationspartnerschaften – Leitfaden, |
| • | ISO 56004: Innovationsmanagement Assessment – Leitfaden, |
| • | ISO 56005: Innovationsmanagement – Werkzeuge und Methoden für IP-Management – Leitfaden, |
| • | ISO 56006: Innovationsmanagement – Werkzeuge und Methoden für das Management strategischer Informationen – Leitfaden, |
| • | ISO 56007: Innovationsmanagement – Tools und Verfahren für das Ideenmanagement – Leitfaden, |
| • | ISO 56008: Innovationsmanagement – Werkzeuge und Methoden zur Messung der Innovationsabläufe – Leitfaden, |
| • | ISO 56010: Innovationsmanagement – Erläuternde Beispiele für ISO 56000 (Vornorm, Stand: März 2025). |
Anwendungsbereich
Die in der ISO 56001 definierten Anforderungen können in allen Unternehmen unabhängig von ihrer Art und Größe, den Produkten und Dienstleistungen, die es anbietet, sowie ihrer Branchenzugehörigkeit angewendet werden, z. B. in Industrie-, Technologie- und Dienstleistungsunternehmen, aber auch in Unternehmen aus dem öffentlichen Sektor.
Die in der ISO 56001 definierten Anforderungen können in allen Unternehmen unabhängig von ihrer Art und Größe, den Produkten und Dienstleistungen, die es anbietet, sowie ihrer Branchenzugehörigkeit angewendet werden, z. B. in Industrie-, Technologie- und Dienstleistungsunternehmen, aber auch in Unternehmen aus dem öffentlichen Sektor.
Hinweis
Die ISO 56001 lässt sich leicht zusammen mit anderen Managementnormen, die nach der HS strukturiert sind, anwenden, z. B. mit der ISO 9001 (Qualitätsmanagementsysteme), der ISO 14001 (Umweltmanagementsysteme), der ISO 45001 (Arbeitsschutzmanagementsysteme), der ISO 27001 (Informationssicherheitsmanagementsysteme) und der ISO 50001 (Energiemanagementsysteme). Sie kann somit Teil eines integrierten Managementsystems werden, das alle Managementdisziplinen in einem Managementsystem zusammenfasst.
Grundsätze
Ein Innovationsmanagementsystem beruht auf acht Grundsätzen des Innovationsmanagements, auf die im Abschnitt 0.2 der ISO 56001 näher eingegangen wird:
Ein Innovationsmanagementsystem beruht auf acht Grundsätzen des Innovationsmanagements, auf die im Abschnitt 0.2 der ISO 56001 näher eingegangen wird:
| 1. | Realisierung von Wert, |
| 2. | zukunftsorientierte Führungskräfte, |
| 3. | strategische Ausrichtung, |
| 4. | Kultur, |
| 5. | Verwerten von Erkenntnissen, |
| 6. | Management von Ungewissheit, |
| 7. | Anpassbarkeit und |
| 8. | Systemansatz. |
2 Hauptabschnitt 4: Kontext der Organisation
Was fordert die ISO 56001
Der Hauptabschnitt 4 enthält Anforderungen an den Kontext des Unternehmens. Diesbezüglich fordert die ISO 56001, dass das Unternehmen:
Der Hauptabschnitt 4 enthält Anforderungen an den Kontext des Unternehmens. Diesbezüglich fordert die ISO 56001, dass das Unternehmen:
| • | seinen Kontext inklusive der relevanten externen und internen Themen bestimmt und versteht, |
| • | die Erfordernisse und Erwartungen seiner interessierten Parteien ermittelt und versteht, |
| • | den Anwendungsbereich seines Innovationsmanagementsystems unter Berücksichtigung der externen und internen Themen, der Erfordernisse und Erwartungen seiner interessierten Parteien und seiner Innovationsabsicht bestimmt und |
| • | entsprechend den Anforderungen der Norm ein Innovationsmanagementsystems implementiert, aufrechterhält und fortlaufend verbessert. |
Externe und interne Themen bestimmen
Gemäß ISO 56001 ist das Unternehmen verpflichtet, relevante externe und interne Themen sowie Felder für Chancen, die zu einer potenziellen Wertrealisierung beitragen, zu bestimmen. Außerdem hat es in diesem Zusammenhang zu prüfen, ob der Klimawandel ein relevantes Thema ist.
Gemäß ISO 56001 ist das Unternehmen verpflichtet, relevante externe und interne Themen sowie Felder für Chancen, die zu einer potenziellen Wertrealisierung beitragen, zu bestimmen. Außerdem hat es in diesem Zusammenhang zu prüfen, ob der Klimawandel ein relevantes Thema ist.
Interessierte Parteien berücksichtigen
Zu den interessierten Parteien, deren Erfordernisse und Erwartungen ggf. zu berücksichtigen sind, gehören gemäß ISO 56001 Nutzer, Kunden, Partner, Lieferanten, Mitbewerber, Verbände, Hochschulen, Regulierungsstellen, Behörden, Mitarbeiter, Eigentümer und Investoren.
Zu den interessierten Parteien, deren Erfordernisse und Erwartungen ggf. zu berücksichtigen sind, gehören gemäß ISO 56001 Nutzer, Kunden, Partner, Lieferanten, Mitbewerber, Verbände, Hochschulen, Regulierungsstellen, Behörden, Mitarbeiter, Eigentümer und Investoren.
Anwendungsbereich festlegen
Die Norm fordert, dass das Unternehmen den Anwendungsbereich, also die Grenzen und die Anwendbarkeit seines Innovationsmanagementsystems bestimmt. Dazu gehört auch die vom Unternehmen geplante Innovationsabsicht. Sie drückt gemäß ISO 56001 das Bestreben aus, wie Innovationsaktivitäten zum Zweck und zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens beitragen. Innovationsinitiativen können Szenarien darüber enthalten, welcher Wert in den Feldern für Chancen realisiert werden kann.
Die Norm fordert, dass das Unternehmen den Anwendungsbereich, also die Grenzen und die Anwendbarkeit seines Innovationsmanagementsystems bestimmt. Dazu gehört auch die vom Unternehmen geplante Innovationsabsicht. Sie drückt gemäß ISO 56001 das Bestreben aus, wie Innovationsaktivitäten zum Zweck und zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens beitragen. Innovationsinitiativen können Szenarien darüber enthalten, welcher Wert in den Feldern für Chancen realisiert werden kann.
I.-Managementsystem implementieren
Ebenfalls im Hauptabschnitt 4 fordert die Norm, dass das Unternehmen entsprechend den Anforderungen der Norm ein Innovationsmanagementsystem implementiert, aufrechterhält und fortlaufend verbessert.
Ebenfalls im Hauptabschnitt 4 fordert die Norm, dass das Unternehmen entsprechend den Anforderungen der Norm ein Innovationsmanagementsystem implementiert, aufrechterhält und fortlaufend verbessert.
Hinweis zur Dokumentation
Im Normabschnitt 4 wird gefordert, dass die Innovationsabsicht und der Anwendungsbereich des Innovationsmanagementsystems als dokumentierte Information, also als Vorgabedokument, verfügbar ist.
